Dienstag, 25. Februar 2025

Leonie Kramer – Zwirntod (Der Handarbeitsclub ermittelt)

„Zwirntod“ ist bereits der dritte Roman im Bunde, womit die deutsche Autorin Leonie Kramer die Kriminalreihe des sogenannten Madlfinger-Handarbeitsclubs weiterhin fortsetzt. Auch dieses wurde wieder durch den Blanvalet Taschenbuch Verlag sowohl physisch in Form eines Taschenbuchs, als auch als digitale E-Book Variante in den deutschsprachigen Handel gebracht und sollte seit der Veröffentlichung am 20. November 2024 in jeder gutsortierten Buchhandlung zu finden sein, die bestenfalls auch die beiden vorherigen Krimis „Maschenmord“ und „Wollwut“ im Regals stehen hat um als Neuling die Geschichte von ganz vorne an kennenzulernen. Wie ihr euch schon denken könnt, haben auch wir vor kurzem ein physisches Exemplar dieses Buchs, welches aus vierhundertdreiunddreißig Seiten besteht, erhalten und es uns natürlich nicht nehmen lassen und vorab für euch mit dessen Inhalt auseinanderzusetzen, um auch euch hier einen kleinen Einblick gewähren zu können, ohne euch jedoch dabei zu viel zu verraten, um die Spannung hierbei möglichst aufrecht zu erhalten. Wieder einmal herrscht in Madlfing helle Aufregung als bei Renovierungsarbeiten beim örtlichen Gasthof „Zum Lindenwirt“ eine bereits skelettierte Leiche gefunden wird. Zunächst vermutet man noch einen archäologisch-historischen Fund, doch diese Hoffnungen werden schnell zunichte gemacht, als man an den Füßen dann auch noch Turnschuhe entdeckt. Schnell wird klar, dass es sich hierbei um ein Verbrechen oder einen tragischen Unfall handeln muss, wobei letzteres doch sehr unwahrscheinlich klingt. In Madlfing ist vor rund vier Jahrzehnten Mathias Neuner spurlos verschwunden, dessen Ideen für die Gestaltung im Ortsgeschehen seinerzeit für Unruhen sorgte – gut möglich, dass er von höheren Mächten kurzerhand aus dem Weg geräumt wurde. Als Tatwaffe dürfte hier ausgerechnet eine Spindel aus dem Handarbeitsbereit gelten. Da niemand je von Neuners Verbleib gehört hatte, stehen die Chancen hoch, ihn nun entdeckt zu haben. Hierbei handelt es sich zunächst jedoch um reine Spekulationen, denn aus welchen Gründen auch immer, versucht plötzlich irgendjemand die laufenden Ermittlungsarbeiten mit allen Mitteln zu sabotieren, was soviel bedeutet, dass jemand nicht möchte dass hierdurch etwas ans Licht gerät, was für lange Zeit als unentdeckt galt. Vermutlich, um von den Untersuchungen abzulenken oder möglicherweise auch damit wie Wahrheit nie ans Licht kommt, bekommen es die Polizei sowie der Madlfinger Handarbeitsclub, welcher Ermittlungen auf eigene Faust zur Hilfe der örtlichen Polizei durchführt, es mit einem weiteren mysteriösen Todesfall zu tun, welcher alles andere als nur Zufall zu sein scheint. Dadurch gestalten sich die Aufklärungsversuche alles andere als einfach, doch dem berüchtigten Handarbeitsclub wird es mit Sicherheit gelingen auch in ihrem dritten gemeinsamen Fall wieder auf die richtige Fährte zu kommen und diesen gemeinsam mit der Polizei unter der Führung von Kommissar Wallenstein restlos aufzuklären und den Tätern letztendlich das Handwerk zu legen, damit sich die Madlfinger Gesellschaft so rasch als möglich wieder in Sicherheit wiegen kann. Was sich einem bei dieser Buchveröffentlichung letztendlich bietet, ist eine spannende Geschichte in Form eines Kriminalfalls, bei welchem vor allem Spannung aber auch der Humor nicht zu kurz kommen. Der Inhalt ist genau so aufgebaut, wie man sich das ländliche Leben vorstellt, wenn es zu einem kuriosen Fall wie einem solchen kommt. Den einen bietet es Unterlage für den Dorfklatsch, den anderen genügend Adrenalin, um kurzerhand selbst die Sache in die Hand zu nehmen in der Hoffnung ein grausames Gewaltverbrechen möglichst rasch aufzubereiten. Der Schreibstil der Autorin Leonie Kramer gestaltet sich sehr kurzweilig, sodass es einem sehr leichtfällt, die Seiten des Buchs regelrecht zu verschlingen. Die Charaktere wurden hier sehr gut und detailreich umschrieben, sodass sie einem beim Lesen sehr lebendig und realitätsnah erscheinen. Die Spannung ist bis zum Schluss gegeben, sodass man vom Anfang bis hin zur letzten Seite sehr aufmerksam mitverfolgen möchte, was sich hier in der fiktiven Geschichte rund um Madlfing zugetragen hatte. Am Ende findet man, wie auch in den beiden vorherigen Romanen außerdem auch noch eine Handarbeitsanleitung, wo man sich dieses Mal den Wadlstrümpfen widmet, sodass man also nach dem Eintauchen in die Geschichte am Ende noch selbst ein Teil des Handarbeitsclubs werden darf. Alles in allem hat sich dieses Buch insgesamt neun unserer möglichen zehn Bewertungspunkte verdient, sodass wir euch „Zwirntod“ zweifellos gerne weiterempfehlen können.