Freitag, 26. Juli 2019

The Dad Lab - Mit Papa coole Sachen machen - 40 einfache und witzige Experimente

Kinder sind nicht nur Wissbegierig sondern auch sehr experimentierfreudig. Deren uneingeschränkte Fantasie bringt sie oft auf die witzigsten und abenteuerlichsten Ideen um ihre Umgebung und manchen Gegenstände zu erforschen. Oftmals werden auch dann die Eltern herbeigezogen um zu erfahren wie denn so manches funktioniert. So wurde auch Sergei Urban von seinen Söhnen mit unzähligen Fragen konfrontiert, auf die er teilweise selbst keine Antworten wusste und da er nun mal weder Naturwissenschaftler noch Lehrer von Beruf ist hat er mit seinen Sprösslingen kurzerhand einfach ein paar Dinge ausprobiert und diese auch festgehalten, damit auch andere coole Väter und Mütter mit ihren Kindern coole Sachen ausprobieren können. The Dad Lab - Mit Papa coole Sachen machen - 40 einfache und witzige Experimente nennt sich das Buch, welches nun ein Jahr nach Erstveröffentlichung auch für den deutschsprachigen Raum übersetzt wurde und somit seit dem 22. Juli 2019 in den Regalen der gut sortierten Buchhändler stehen sollte und natürlich auch über den Onlinehandel als Buch oder E-Book erhältlich ist. Auch wir haben bereits ein Exemplar dieses Buches bei uns vorliegen und haben selbstverständlich einen Blick in dieses geworfen um euch ein wenig darüber erzählen zu können. Das Buch verfügt über insgesamt 192 Seiten und ist gespickt voll mit spannenden Experimenten zu welchen man oftmals nur normale Haushaltsgegenstände benötigt sodass man diese kurzerhand ohne großen finanziellen Aufwand nachmachen und ausprobieren kann. Empfohlen hierfür wird ein Alter ab etwa vier Jahren, wobei zu erwähnen ist, dass diese Experimente grundsätzlich unter Aufsicht und elterlicher Hilfe stattfinden sollten, da allein zumal der Spaßfaktor schnell verloren geht und wenn Mama oder Papa einem vorlesen was zu tun ist oder auch mit Rat und Tat zur Seite stehen wirkt das Ganze für die kleinen umso interessanter. Der Inhalt unterteilt sich in sechs unterschiedliche Kategorien worin sich über vierzig Experimente verstecken und nur darauf warten endlich ausprobiert zu werden. So kann man beispielsweise auch mit Lebensmitteln faszinierende Dinge ausprobieren und sogar herstellen. Man hat hier sogar die Möglichkeit seine eigene Butter herzustellen. Für Strom bedarf es nicht unbedingt immer Kabel. Oft reicht hierfür lediglich auch nur eine Batterie und eine Zeichnung mit einem einfachen Bleistift. Hat man gerade Lust darauf Musik zu machen, so kann man sich mit Hilfe von Holzstäbchen und Gummiringen im Handumdrehen eine eigene Mundharmonika schaffen und im Nu die Leute um sich herum begeistern. Probiert es doch einfach aus – es lohnt sich auf jeden Fall allein schon wegen der beneidenswerten Blicke der Freunde, wenn ihr damit versucht euer Lieblings-Mädchen damit zu beeindrucken. Doch es muss nicht immer nur in die musikalische Richtung gehen, auch ein einzigartiges Bild, welches man mithilfe von Seifenblasen erschafft versetzt schon den einen oder anderen ins Staunen. Definitiv ein Experiment, welches jedes Kind ausprobiert haben sollte ist, wie man ekeligen Glibber-Schleim herstellen kann, denn damit lassen sich so allerhand lustige Dinge tun und auch der Spaßfaktor kommt hierbei nicht zu kurz. Misch man hier außerdem noch Farbe unter so kann dies durchaus erschreckend werden, je nachdem für welchen Farbton man sich entscheidet. Doch aufgepasst, natürlich kann hierdurch auch ganz schnell eine ungewollte Sauerei entstehen, also lieber vorher einmal alle Möbel in Sicherheit bringen. Natürlich enthält dieses Buch auch Experimente die sich innerhalb von zehn Minuten umsetzen lassen Mit einer Flasche und etwas Wasser kann man so unter anderem die Saugkraft von Vakuum entdecken, und schafft etwas womit so mancher womöglich gar nicht gerechnet hätte. Nach einigen geglückten Experimenten darf man sich durchaus auch mal mit Süßigkeiten selbst belohnen, doch auch mit diese kann man ganz schnell zu einem Experiment werden lassen. So kann man mithilfe von Schokolinsen (Smarties) sich sein eigenes buntes Kaleidoskop bauen. Auch dieser Anblick ist, sofern das Experiment geglückt ist, ein sehr schöner, den man am Ende auf jeden Fall mit einem Foto festhalten sollte. Diese und noch viele weitere spannende Versuche verstecken sich in der Sammlung dieses Buches. Sollte man dann immer noch Lust auf weiteres bekommen haben, so haben Eltern die Möglichkeit auch den YouTube Kanal von The Dad Lab zu besuchen, denn dort wird einem viel gezeigt und auch zum nachmachen erklärt, jedoch sind die zahlreichen Videos in englischer Sprache abgehalten, sodass Kinder auf jeden Fall auf die Hilfe ihrer Eltern angewiesen sind. Alles in allem ist The Dad Lab - Mit Papa coole Sachen machen - 40 einfache und witzige Experimente ein sehr gut zusammengestelltes Buch, welches allen Wissbegierigen Kindern auf jeden Fall zu empfehlen ist. In unserer Gesamtwertung vergeben wir hierfür insgesamt achteinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte. Wir hoffen natürlich, dass auch ein weiteres Buch von Sergei Urban nachfolgen wird, denn hier ist wirklich alles sehr gut umschrieben und beschrieben sodass alles Kinderleicht scheint und auch wirklich keinem großen Aufwand bedarf.

Gewinnspiel: Wir verlosen 1x1 Buch The Dad Lab - Mit Papa coole Sachen machen - 40 einfache und witzige Experimente wenn ihr uns folgende Frage beantwortet: „Welches Experiment wolltet ihr immer schon einmal ausprobieren?“ Schickt uns eure Zuschriften gemeinsam mit eurem Namen und eurer Anschrift an redaktion.theworldssociety@gmx.at und mit ein wenig Glück landet dieses Buch schon bald in eurem Briefkasten. Bitte vergesst nicht eure Eltern um Erlaubnis und um Hilfe bei der Teilnahme des Gewinnspiels zu fragen. Teilnahme ist am 05. August 2019. Die Daten werden nicht an dritte weitergegeben und dienen lediglich zur Gewinner-Ermittlung.

Samstag, 6. Juli 2019

Opas Reise zu den Sternen

Opas Reise zu Den Sternen – so nennt sich das Gegenstück des kürzlich vorgestellten Buches Omas Reise zu den Sternen. Dieses ist jedoch bereits vor fünf Jahren in seiner mittlerweile vierten Auflage durch das Gütersloher Verlagshaus erschienen, dennoch aber Zeitlos, denn Trauer im Kindesalter wird es immer geben. Anja Kieffer und Katja Pagel haben bereits vor Jahren an einer Möglichkeit gesucht oder besser gesagt daran geschrieben, den Kindern das Thema Trauer behutsam und verständlich beizubringen und haben einen solchen familiären Sterbefall in einer kindgerechten Geschichte verpackt, welche von dem kleinen Jungen Jakob, seinen Eltern und seinem aus dem Leben geschiedenen Großvater erzählt, mit welchem er viel Zeit zusammen verbrachte. Dieses Buch erklärt den Kindern so auf insgesamt vierzig Seiten, warum geliebte Menschen eines Tages nicht mehr bei uns sein können und wo diese hingegangen sind, sodass sie für uns immer unerreichbar bleiben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Jakob, welche tagein, tagaus am liebsten Zeit mit seinem Großvater verbrachte. Eines Tages jedoch merkte er, dass etwas anders war als sonst, bis er durch ihre Eltern erfuhr, dass er seinen geliebten Opa nicht mehr besuchen könne. Der kleine Junge durchlebt verschiedene Formen von Gefühlen, ja ein regelrechtes Gefühlschaos bahnt sich an. Von Trauer bis hin über Wut ist hier alles dabei. Jakobs Eltern reden sehr viel mit ihrem Sohn darüber, was dieser letztendlich dabei hilft den Tod und die Beerdigung seines Opas besser zu verarbeiten. Was man hier zu lesen bekommt ist eine sehr berührende und äußerst einfühlsame Geschichte, welche hier wirklich sehr gut dargestellt wurde. Autorin Anja Kieffer legt auch in diesem Buch einen sehr schönen Schreibstil an den Tag, der für die Kinder gut zu verstehen ist und sich sowohl von diesen als auch durch deren Eltern sehr gut (vor)lesen lässt. Dieses Buch ist nahezu identisch mit Omas Reise zu den Sternen, wodurch man sich sicher sein kann, dass den Kindern auch durch dieses Buch so manch offene Frage über das Thema Tod, Sterben und Abschied nehmen beantwortet wird und diese den gemachten Verlust auch um einiges besser wegstecken können. Kinder wissen aufgrund ihres jungen Alters und mangelnder Erfahrungen noch nicht was Trauer und Tod überhaupt ist, hier wird alles sehr schön umschrieben. Wir sind überzeugt davon, dass dieses Buch für viele Kinder und auch ganz viele Eltern sehr Hilfreich sein könnte, sofern es innerhalb der eigenen Kreise zu solch einem Verlust gekommen ist. Durch unsere Recherchen sind wir außerdem darauf gestoßen, dass viele Eltern sehr positive Erfahrungen mit Büchern wie diesem gemacht haben und wir sind der Meinung, dass dieses sowohl in einem gut sortieren Bücher-Haushalt, sowohl auch in der Buchhandlung ums Eck keinesfalls fehlen sollte, denn der Tod ist ein Thema, welches die Menschheit immer beschäftigen wird und leider auch bereits sehr viele im frühen Kinder-Alter bereits miterleben müssen. Alles in allem hat uns dieses Buch inhaltlich als auch in seiner Verarbeitung sehr überzeugt, weshalb wir diesem in unserer Gesamtwertung insgesamt neun unserer möglichen zehn Bewertungspunkte geben möchten und euch Opas Reise zu den Sternen von Anja Kieffer und Katja Pagel auf jeden Fall weiterempfehlen können und auch möchten. Man bekommt im deutschsprachigen Raum kaum ein auf das Thema Tod und Trauer bezogenes gutes Sachbuch zu lesen wie dieses.

Samstag, 29. Juni 2019

Omas Reise zu den Sternen

Der Tod ist etwas unaufhaltsames, was jeder Lebensform irgendwann einmal bevorsteht. Es zu verarbeiten, wenn ein geliebter Angehöriger, Freund oder Vorbild für immer von uns geht, ist für viele nicht einfach. Ganz besonders Kinder können mit dieser Art von Verlust noch nicht so recht umgehen und auch für deren Eltern ist es oftmals sehr schwierig ihre Sprösslinge mit solch einem ernsten Thema wie dem Tod vertraut zu machen. Anja Kieffer und Katja Pagel haben hierzu an einem Kinderbuch geschrieben, welches den Titel Omas Reise zu den Sternen trägt und am 24. Juni 2019 durch das Gütersloher Verlagshaus in den Handel gebracht wurde. Dieses Buch erklärt den Kindern so auf insgesamt sechsundfünfzig Seiten in Form einer kleinen Geschichte, warum geliebte Menschen eines Tages nicht mehr bei uns sein können und wo diese hingegangen sind, sodass sie für uns immer unerreichbar bleiben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die kleine Emilia, welche tagein, tagaus am liebsten Zeit mit ihrer Oma verbachte. Eines Tages jedoch merkte sie, dass etwas anders war als sonst, bis sie durch ihre Eltern erfuhr, dass sie ihre geliebte Oma nicht mehr besuchen könne. Das kleine Mädchen durchlebt verschiedene Formen von Gefühlen, ja ein regelrechtes Gefühlschaos bahnt sich an. Von Trauer bis hin über Wut ist hier alles dabei. Emilias Eltern reden sehr viel mit ihrer Tochter darüber, was dieser letztendlich dabei hilft den Tod besser zu verarbeiten. Was man hier zu lesen bekommt ist eine sehr berührende und äußerst einfühlsame Geschichte, welche hier wirklich sehr gut dargestellt wurde. Autorin Anja Kieffer hat hier einen sehr schönen Schreibstil, der für die Kinder gut zu verstehen ist und sich sowohl von diesen als auch durch deren Eltern sehr gut lesen lässt. Kindern wird durch dieses Buch so manch offene Frage beantwortet und hilft diesen tatsächlich auch einen kürzlichen Verlust besser wegzustecken. Viele Kinder wissen aufgrund ihres jungen Alters und mangelnder Erfahrungen noch nicht was Trauer und Tod überhaupt ist, hier wird alles sehr schön umschrieben. Wir sind überzeugt davon, dass dieses Buch für viele Kinder und auch ganz viele Eltern sehr Hilfreich sein könnte, sofern es innerhalb der eigenen Kreise zu solch einem Verlust gekommen ist. Durch unsere Recherchen sind wir außerdem darauf gestoßen, dass viele Eltern sehr positive Erfahrungen mit Büchern wie diesem gemacht haben und wir sind der Meinung, dass dieses sowohl in einem gut sortieren Bücherhaushalt, sowohl auch in der Buchhandlung ums Eck keinesfalls fehlen sollte, denn der Tod ist ein Thema, welches die Menschheit immer beschäftigen wird und leider auch bereits sehr viele im frühen Kindheitsalter bereits miterleben müssen. Alles in allem hat uns dieses Buch inhaltlich als auch in seiner Verarbeitung sehr überzeugt, weshalb wir diesem in unserer Gesamtwertung insgesamt neun unserer möglichen zehn Bewertungspunkte geben möchten und euch Omas Reise zu den Sternen von Anja Kieffer und Katja Pagel auf jeden Fall weiterempfehlen können und auch möchten. Man bekommt im deutschsprachigen Raum kaum ein auf das Thema Tod und Trauer bezogenes gutes Sachbuch zu lesen wie dieses.

Freitag, 29. März 2019

Bela B. Felsenheimer - Scharnow

Nicht nur dass Bela B. Felsenheimer gerade mit seiner Band die ärzte erst für Schlagzeilen um eine Auflösung der Band sorgte, hat dieser in den vergangenen Monaten an seinem ersten Roman geschrieben. „Scharnow“ ist der Titel seines Autoren-Debüts, welcher am 25. Februar 2019 durch den Heyne Verlag in Form eines Hardcover-Buches, als Hörbuch in CD-Form sowie auch in digitalen Varianten beider Versionen veröffentlicht wurde. Natürlich fragt man sich, was ein Musiker so zu erzählen hat, wenn es jetzt nicht gerade über die Bandgeschichte oder das eigene Leben in Form einer Auto-Biographie handelt. Und tatsächlich hat der Berliner sich eine Geschichte über den Berliner Vorort Scharnow einfallen lassen, wofür er natürlich durch allerhand Erlebnisse und Geschehnisse im alltäglichen Leben inspiriert wurde. Selbstverständlich spielt aber auch die Fantasie dabei eine wesentliche Rolle, was man beim Lesen der Zeilen deutlich erkennen kann. Auch wir haben ein Exemplar dieses Buches bei uns vorliegen und wollten es uns natürlich nicht nehmen lassen, zu jenen zu zählen, die dieses Literatur-Werk bereits gelesen haben. So haben wir euch den Inhalt von diesem in deutlich gekürzter Form einmal grob zusammengefasst, sodass auch ihr euch einen Überblick verschaffen könnt, worum sich der Inhalt dieses Werkes in etwa dreht. Natürlich waren wir etwas skeptisch dem Buch gegenüber, da wir uns gefragt haben ob das tatsächlich auch funktioniert, weil es gut ist, oder eben nur gekauft wird um in diversen Sammlungen aufzunehmen. Mittlerweile müssen wir sagen, es trifft auf beides zu, denn der Roman oder das Hörbuch sind sehr gut geworden und sollten daher auf jeden Fall in keiner Sammlung fehlen. Ehrlich gesagt dauerte es nicht lange bis wir von dem Inhalt dieses Buchs angetan waren, genauer gesagt bereits nach wenigen Seiten, denn dieses ist ziemlich originell aufgebaut. Man bekommt hier nicht eine, sondern gleich mehrere individuelle Geschichten die letztendlich als Gesamtes einen Zusammenhang ergeben, die Felsenheimer hier locker niedergeschrieben hat und dabei auch richtig Spannung miteinbringt, sodass man hier gar nicht mit dem Lesen aufhören möchte. Auch der Humor kommt hier nicht zu kurz und der ist, wenn man Bela B. bereits ein paar Jahre kennt, ein wenig eigenwillig aber durchaus anspruchsvoll und witzig. Natürlich hat diese Erzählung aber auch ihre ernsten Seiten, die sich hier auch sehr gut einfügen. Obwohl diese sehr viele Charaktere beinhaltet, so ist die Geschichte letztendlich auch sehr gut aufgebaut, sodass man hier auch ganz gut mitkommt und eigentlich kaum den faden verliert. Die Charaktere wirken alle ein wenig verrückt und scheinen alle irgendwo etwas eigenwillig zu sein. Aber vermutlich ist es auch genau das, was dieses Buch zu etwas besonderem, etwas Gutem macht. Sehr gut erzählt sehr Detailreich und ein klein wenig Verrückt, so in etwa könnte man alles zusammenfassen, was dieses Buch enthält. Dieses Buch verfügt über ein offenes Ende und macht definitiv Lust auf eine Fortsetzung, zu welcher sich Bela B. Felsenheimer auch hinreißen lässt, sofern er sich eines Tages in den musikalischen Ruhestand verabschieden sollte. Bela B. ist deutlich anzumerken, wie viele Arbeitsstunden er damit verbracht hat, ein solch detailreiches Buch zu schaffen in welchem zudem viel Liebe und Begeisterung darin steckt. Während sein Bandkollege Farin Urlaub sich nebenher auf die Fotografie spezialisiert hat und wunderschöne Aufnahmen in großen Fotobüchern bringt, so hat Bela B. definitiv ein gutes Händchen dafür was das Schreiben anbelangt. Bela B. Felsenheimer gelingt ein überraschendes, unerwartet neugieriges Debüt-Werk, in welchem eine frischformulierte Beobachtungsgabe, eine blühende Fantasie miteinander vereint. Wir gratulieren zu einem gelungenen Debüt und erfreuen uns an diesem wirklich sehr gelungenem Roman. Dieses hat so gut wie keine Längen vorzuweisen und es wird auch durchwegs spannend und völlig unvorhersehbar erzählt sodass wir diesem in unserer Gesamtwertung sehr gerne neun unserer möglichen zehn Bewertungspunkte vergeben und euch dieses auf jeden Fall weiterempfehlen können. Wer lesefaul ist, der haut wie bereits erwähnt auch die Möglichkeit sich das Hörbuch zu kaufen, welches vom Autor selbst eingelesen wurde und eine Spiellänge von etwas mehr als zehn Stunden vorzuweisen hat. Bela B. Felsenheimer hat hier mit „Scharnow“ eine ganz eigene Art von Literatur erschaffen, welche vor allem jüngere Leute dazu anstiften könnte, endlich wieder einmal eine Buchhandlung aufzusuchen und dort beherzt zuzugreifen.

Freitag, 10. August 2018

The Walking Dead – Der Governor (Zwei Romane in einem Band)

Lesebegeisterte Horror-Fans aufgepasst! Es ist nun endlich wieder soweit, dass durch den Heyne Verlag am 13. August 2018 ein weiterer Band von der amerikanischen Kult-Serie The Walking Dead wiederveröffentlicht wird. Dabei wurden zwei Romane in nur einem Buch auf über 750 Seiten zusammengefasst. Parallel zur Haupthandlung in der Serie bekommt man hier spannende Geschichten zu lesen, die man so noch nicht zu Gesicht bekommen hat. Diese erzählen nicht unbedingt von den Hauptfiguren Rick, Maggie, Michonne, Daryl oder Ähnlichen sondern befassen sich vielmehr mit den Randfiguren. IM Mittelpunkt des ersten und nun auch des zweiten Doppel-Romans steht der finstere Geselle Philip Blake, den viele vor allem unter dem Spitznamen „Governor“ kennen. Spätestens seitdem dieser in der gleichnamigen Fernsehserie die Gefängnisanlage mit schweren Geschützen gestürmt hatte, ist dieser bei vielen Fans verhasst. Jedoch hatte auch dieser einige Fans auf seiner Seite. Ganz egal auf welcher Seite man steht ist es dennoch interessant zu lesen, wie der einstige Anführer von Woodbury zu dem gefühlskalten Mörder wurde bis er selbst dem Tod ins Auge sehen musste. Auch uns liegt bereits ein Exemplar der Wiederveröffentlichung im Doppel-Format vor sodass wir uns bereits seit einigen Tagen in dieses eingelesen haben. Selbstverständlich werden wir euch ein paar Eindrücke davon erzählen, bei welchen wir jedoch hoffentlich nicht zu viel verraten. Erzählt wird in diesem Buch die Anfangsgeschichte, also den Ausbruch der Zombie-Apokalypse in welcher wie bereits erwähnt auch Philip Blake ums Überleben kämpft und sich anfänglich von einer Gegend zur nächsten durchschlägt bis er auf einige Leute und das kleine Städtchen Woodbury stößt, welches er komplett abriegeln möchte um die Zombies draußen zu halten und dort eine neue Zivilisation aufzubauen – abgeschottet und unabhängig von einer Welt die immer wieder den Bach hinunter geht. Immer noch wir die Welt und vor allem auch die USA von den Untoten überrannt die ihre Gier nach Fleisch – Fleisch der noch überlebenden stillen möchten. In den Südstaaten gibt es das kleine Örtchen Woodbury, welches von den Zombie-Kreaturen den sogenannten „Beissern“ bislang verschont geblieben dürfte. Doch der Schein trügt, denn auch hier haben sich schon einige schreckliche Dinge zugetragen, die schlicht und einfach aus dem Weg geräumt und verheimlicht wurden. Der Governor hat das Kommando in Woodbury und bestimmt wer bleibt, wer geht und im schlimmsten Fall sogar wer stirbt und wer lebt. Sozusagen lehrt er sowohl den Überlebenden als auch den Toten das Fürchten, was ihm auch den nötigen Respekt entgegenbringt um die nötige Disziplin in dem kleinen Städtchen aufrecht zu erhalten. Wie auch bereits im zuvor gehenden Roman wird die Geschichte der Zombie-Apokalypse hier aus einer völlig neuen Sichtweise erzählt, was das Ganze für Fans umso interessanter macht, da man das bereits gesehene oder gelesene nicht ein weiteres Mal konsumiert. Da der Governor doch eine Figur ist die eine prägende Rolle in den Episoden hat, so finden wir es ziemlich interessant auch dessen Geschichte hier lesen zu können. Klar ist es ungewohnt, wenn man die Serie den Büchern vorgezogen hat und hier plötzlich alle bekannten Hauptfiguren nicht oder nur am Rande mitwirken, dennoch sei aber gesagt dass der Autor Robert Kirkman hier eine hervorragende Leistung erbracht hat und mit seinen Büchern eine fesselnde Geschichte für alle Lesebegeisterten zu Papier gebracht hat. Neben den beiden Hauptbüchern bekommt man auch hier einen zusätzlichen Bonus geboten, was für Bücher eigentlich gar nicht so typisch ist. Hier hat man die Möglichkeit obendrauf mit  „Die Lebenden und die Toten“ ein Nachwort zum Phänomen The Walking Dead zu lesen, welches sich ebenso durch einen besonders lockeren Schreibstil der beiden Autoren sehr leicht liest. Robert Kirkman und Jay Bonansinga erzählen die Geschichte sehr bildnerisch, sodass man sich als Leser sehr gut vor Augen führen kann, wie es wohl sein müsste, was man hier zu lesen bekommt. Wer mit der Serie bereits vertraut ist, der hat vielleicht sogar noch eine größere Vorstellungskraft als manch andere. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen wie gewohnt der Kampf ums Überleben, die Suche nach Vorräten und das regelrechte Abschlachten der umherirrenden Untoten. Wer sich eine Actionreiche Horror-Geschichte einlassen kann und will ist hier genau richtig. Auch Fans der Serie werden sich auf die Romane sowie die Comic-Bücher recht schnell einlassen können. Auch uns hat dieser Doppelroman sehr gut gefallen, auch wenn man an 752 Seiten, die das Buch mit sich bringt, wirklich lange liest. Dadurch dass dieses jedoch ohne Längen geschrieben ist, ist man auch hiermit innerhalb weniger Tage durch. Wir hoffen, dass auch weitere Bände oder zumindest Neuauflagen der bereits veröffentlichen Bücher folgen werden und vergeben auch für diesen Doppelband „Der Governor“ insgesamt acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte, sodass wir euch dieses Buch sehr gerne auch weiterempfehlen können.