Freitag, 15. Oktober 2021

Kim-Joy - My Sweet Christmas

Wenn die Tage draußen kürzer und frostiger werden, so sehnt man sich bereits nach kuscheligen Decken, warmen Wohn- und Schlafräumen, Tee, Punsch und köstlichen Keksen, die es vor allem rund um die Weihnachtszeit in Hülle und Fülle gibt. Ganz egal ob gekauft oder selbstgemacht, es gibt niemanden der hier nicht gerne ab und zu einmal zulangt. Natürlich sind selbstgebackene Kekse umso köstlicher und vor allem wenn sie auf kreativer Ebene hergestellt wurden und damit auch optisch begeistern. Um seinen Gästen heuer auch etwas fürs Auge bieten zu können hat Kim-Joy über die Dorling Kindersley Verlag GmbH am 28. September 2021 ein Buch veröffentlicht, welche sich genau mit solcher Art an süßer, optischer Verführung auseinandersetzt. Dabei hat sie zahlreiche Rezepte zusammengefasst und die meisten davon auch optisch festgehalten um die Leserschaft davon zu überzeugen durchaus einmal etwas mutiger und kreativer zu sein, wenn es ums Kekse- und Kuchenbacken geht. Auch wir haben seit wenigen Tagen ein Exemplar dieses Backbuchs bei uns vorliegen, sodass wir auch hier sehr gerne vorab für euch einen Blick in dieses geworfen haben und euch nun schildern möchten, was euch dieses inhaltlich zu bieten hat. Dieses besteht aus insgesamt einhundertachtundzwanzig Seiten, die sich hier in die Rubriken „Plätzchen“, „Kuchen“, „Macarons & Baisers“, „Süße Brote & Brötchen“ sowie „Klein & Fein“ aufschlüsseln und allerhand interessante Rezeptideen zum Ausprobieren mit sich bringen. Der Satz „Das Auge Isst Mit.“ wurde hier sehr förmlich genommen, denn hierin bietet sich eine bunte Vielfalt, die manche fast schon wieder als zu schade empfinden diese auch tatsächlich zu verspreisen, denn hier kann man wirklich schon von professioneller Handwerkskunst sprechen, die man sich anhand dieses Buchs durchaus selbst aneignen kann. Besonders ins Auge gefallen sind uns hierbei Rezepte wie „Spekulatius“, „Mürbeplätzchen“, „Macaronen“, „Baiser“, „Streusel-Schildkröten“, „Tauwetter-Cakepops“, „Cappuccino mit Schlagsahne“, „Weihnachtliche Windbeutel“ aber auch „Marshmallow Seehunde in weißen Schoko-Iglu“ die uns optisch als auch von seinen Zutaten her sehr angesprochen haben und förmlich dazu einladen diese nachzumachen. Neben den erwähnten Süßspeisen findet man auch zahlreiche weitere vor, die bestimmt gleichermaßen schmecken und auf Interessenten treffen werden. Dieses Buch ist definitiv für alle Back-Fans geeignet und bietet sowohl etwas für den Gaumen als auch für das Auge, denn Kuchen und Teegebäck wurden hierin mit liebevollen Motiven versetzt und zwar mit viel liebe zum Detail sodass auch Kinder diese sehr schnell ins Herz schließen werden und kurzerhand auch probieren wollen, auch wenn diese zum Verzehr fast schon etwas zu schade wirken – dafür schmecken sie aber vermutlich gleich umso mehr. Die Anordnung dieses Buchs ist sehr übersichtlich gestaltet worden und bringt sehr bunte, Seiten mit sich die gut aufgeschlüsselten Rezepte mit schöner Bebilderung beinhalten. Uns persönlich hat so manches Rezept sehr angesprochen, sodass wir das eine oder andere im heurigen Jahr bestimmt auch selbst ausprobieren werden. Die hierin befindlichen Ideen rund um die Weihnachtsbäckerei eignen sich hervorragend für das Weihnachtsfest selbst als auch als Geschenks-Idee denn all jene die in den Genuss dieser Back-Kunstwerke kommen, werden auf jeden Fall begeistert sein. So vergeben wir hierfür insgesamt sieben unserer möglichen zehn Bewertungspunkte sodass wir euch das Buch „My Sweet Christmas“ von Kim-Joy sehr gerne empfehlen.

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Gerhard Loibelsberger & Hartmut Märtins - Alt-Wiener Küche – Inspector Nechybas mörderisch gute Rezepte

Vor einiger Zeit haben sich zwei Menschen aus zwei Berufskreisen die unterschiedlicher nicht sein könnten getroffen und zusammengesetzt, um gemeinsame Sache zu machen. Gerhard Loibelsberger ist Krimi-Autor und begeisterte mit dem einen oder anderen Buch bereits die gesamte Nation, sodass er sich zu den Bestseller-Autoren dieses Landes zählen darf. Hartmut Märtins hingegen ist im Raum Wiener Neustadt als Koch-Legende bekannt, der dort vor allem regional für Gaumenfreuden sorgt. Zusammen arbeiteten die beiden das Buch „Alt-Wiener Küche – Inspector Nechybas mörderisch gute Rezepte“ aus, sodass man sagen kann, dass köstliche Menüs hier von mörderischen Geschehnissen begleitet werden. Eine Art Dinner oder Lunch & Crime, wenn man dies so sehen möchte. Dieses außergewöhnliche Kochbuch erscheint am 20. Oktober 2021 in seiner Erstauflage über den Carl Ueberreuter Verlag, ist etwas größer als ein Taschenbuch und verfügt über insgesamt einhundertvierundvierzig Seiten, in welche wir sehr gerne vorab für euch hineingesehen haben, um euch kurz zu schildern, was sich einem hierin bietet. Dieses Buch wurde ganz im Stil von Fin de Siécle illustriert und hat somit doch eine recht nostalgische Wirkung, wenn man sich allein schon den Einband des Buchs hernimmt. Neben Rezepten der Alt-Wiener-Küche erhält man hierin gleich sechs Kurzgeschichten und sechsundzwanzig Erzählungen, die hier aus der Sicht von Köchinnen, Fleischer, Marktstandlerinnen oder etwa auch Kaffeehausbesucher dargestellt werden und inhaltlich sehr authentisch wirken. Ebenso eine zentrale Figur dieses Buchs ist der von Loibelsberger erfundene Oberinspektor Nachyba, der vor allem in Wien seinen Job mit Leib und Seele ausübt. Nebenher gibt der fiktive Inspektor Einblicke in seine Lieblingsgerichte der traditionellen Alt-Wiener-Küche, wobei hier Hausmannskost, Schnitzel oder andere herzhafte Gusto-Stückerl von der Weide sowie dem Gewässer hier vorzufinden sind. Natürlich dürfen hierbei süße Köstlichkeiten wie etwa Powidltascherln nicht fehlen, die es dem Beamten besonders angetan haben. Natürlich lassen einem die Gerichte das Wasser förmlich im Mund zusammenlaufen, sodass man hier in sehr detailreichen Schritten insgesamt fünfzig Rezepte zum einfachen Nachkochen vorfindet, die von der gehobenen Küche bis hin zum sogenannten Armen-Leute-Essen reichen. Gerhard Loibelsberger holt sich von seinem Freund Hartmut Märtins bereits seit über zwanzig Jahren fachmännische Hilfe, wenn es um das Zubereiten besonderer Speisen geht. Umgekehrt ist dieser begeistert von Loibelsbergers Einfallsreichtum und dessen Geschichten, die meist mit viel Spannung und Unterhaltung verbunden sind. Bei einem gemeinsamen Gespräch überkam die beiden die Idee ihre Künste zu vereinen und ein äußerst kreatives Kochbuch zu kreieren, welches kein klassisches in seiner Form, sondern mit einem Krimi im Hintergrund im Zusammenhang steht, aus welchen sich wiederum diverse Köstlichkeiten der österreichischen und vor allem Wiener-Küche ergeben. In seiner Anordnung und seinem Inhalt hat uns dieses Buch sehr gut gefallen und wer in der Tat für klassische Gerichte der Wiener Lokale schwärmt, der wird auch in diesem Buch voll und ganz auf seine Kosten kommen, denn hiermit lassen sich diverse Speisen auf sehr einfach dargestellte Art und Weise kurzerhand nachzaubern. Optisch erinnert dieses Buch wie der Name es eigentlich schon aussagt an ein Alt-Wiener-Kochbuch, wobei dieses viel mehr zu bieten hat als ein paar trocken aufgeschriebene Rezepte, denn damit hat Loibeslberger eine eigene Geschichte, oder viel mehr einige Kurzgeschichten gezaubert, die sehr interessant zu lesen sind. Sowohl optisch als auch inhaltlich empfinden wir „Alt-Wiener Küche – Inspector Nechybas mörderisch gute Rezepte“ als sehr gelungen, sodass wir euch dieses Buch mit seinem hochwertigen Einband und absolut sehenswerten kulinarischen Seiten auf jeden Fall empfehlen können und hierfür in unserer Gesamtwertung am Ende insgesamt acht unserer möglichen zehn Punkte vergeben können.

Die Weihnachtsgeschichte

Die Weihnachtsgeschichte, oder anders genannt auch die Geburt von Jesus ist nahezu auf der ganzen Welt bekannt und ist vor allem in christlichen und evangelischen Religionskreisen, welche sich sehr ähnlich sind stark verbreitet. Heutzutage kennen viele Kinder jedoch die ursprüngliche Geschichte und Bedeutung dieses Festes gar nicht mehr, denn vor allem der Handel stellt das materielle Schenken immer mehr in den Mittelpunkt. Auch das Schenken an sich ist auf die Weihnachtsgeschchichte zurückzuführen, was wir euch wenig später noch einmal kurz erläutern möchten. Die Weihnachtsgeschichte gibt es auch in sehr kindlich erklärten Büchern, zu welchen unter anderem die am 28. September 2021 veröffentlichte Ausgabe der Dorling Kindersley Verlag GmbH zählt und Kindern so die wahre Bedeutung dieses christlichen Festes und der damit verbundenen Bräuche wieder etwas näher zu bringen. Auch wir haben vor kurzem ein Exemplar dieser gebundenen Form der Geschichte erhalten sodass wir euch die wichtigsten Einzelheiten betreffend dieses Buchs gerne zusammengefasst haben. Was sich einem hier bietet sind sechzehn sehr farbenfroh gestaltete Seiten, auf welchen sich sehr kindlich gehaltene Illustrationen befinden. Erzählt wird hierin die Geschichte von Josef und Maria, welche durch die Straßen zogen um für Marias Niederkunft eine geeignete Bleibe zu finden. Ihre Suche war Großteils vergeblich, denn alle Beherbergungsstätten waren zu jenem Zeitpunkt bereits vergeben oder nicht dazu gewillt dem Paar Unterschlupf zu gewähren. Letztendlich erbarmte sich jedoch ein armer Bauer, welcher Josef und Maria in seinen Stall einkehren ließ. Unmittelbar neben den Stall-Tieren erblickte der Sohn Gottes, Jesus, das Licht der Welt, was sich schon bald herumsprach und auch die drei Weisen aus dem Morgenland, heute bekannt als die heiligen drei Könige, mithilfe eines hellen Sterns zum Stall führte um den jungen Messias reichlich zu beschenken. Was man in diesem Buch geboten bekommt ist eine Kurzfassung der weltbekannten Weihnachtsgeschichte, die sich hier in der Tat aufs Wesentliche beschränkt und so vor allem für Kinder besonders interessant gestaltet wurde. Auch aufgrund der optischen Umsetzung, hinterlässt dieses Buch einen bleibenden, sehr positiven Eindruck, sodass hierbei sowohl Kinder als auch deren Eltern damit voll und ganz auf ihre kosten kommen. Die Farben der einzelnen Seiten sind hier sehr kräftig ausgefallen und wurden in ihren Tönen sehr gut aufeinander abgestimmt. Die einzelnen Seiten sind in ihrer Stärke etwas dicker gehalten und lassen sich unter anderem auch von oberflächlichen Verunreinigungen auf sehr einfachem Wege reinigen. Dieses Buch wird als Pop-Up-Buch angepriesen, wobei jedoch zu sagen ist, dass sich die Pop-Up-Eigenschaft hier lediglich auf die letzten beiden Buchseiten beschränkt in welchem der Stall, die sogenannte Krippe in dreidimensionaler Form gestaltet wurde, die man so mitunter auch im Bedarfsfall auch mit aufgeschlagenen Seiten kurzerhand unter den Weihnachtsbaum stellen könnte. Optisch sowie auch inhaltlich ist dieses Buch nun wirklich sehr gelungen, sodass wir euch dieses sehr gerne weiterempfehlen können. Empfohlen wird dieses Buch zwar bereits für einjährige als Bilderbuch, jedoch sollte man hier doch ein gewisses Grundverständnis dafür aufbringen, sodass wir dieses Buch eher erst ab dem Vorschul-Alter weiterempfehlen. Aufgrund seiner kurz gehaltenen Texte würde sich dieses auch als Lese-Einstieg sehr gut eignen. Von uns erhält diese Version von Die Weihnachtsgeschichte sehr gerne insgesamt achteinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte, wobei wir auch zu der Erkenntnis kamen, dass es sich hierbei auch um ein großartiges Preis-Leistungs-Verhältnis handelt.

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Klassische Musik - Komponisten, Werke, Interpreten

Klassische Musik ist ein weltweit verbreitetes Musik-Genre, welches wesentlich älter ist als von vielen angenommen wird. Die Aufzeichnungen darüber reichen hier bis ins elfte Jahrhundert zurück, in welchem bereits seinerzeit einige talentierte Musikfanatiker an ihren Werken feilten um damit die Dorf- und Stadteinwohner zu unterhalten. Auch in manchen Königshäusern und Kaiserlichen Ambiente wurde klassische Musik sehr wertgeschätzt. Denkt man heute an diese Musikrichtung, so fallen einem spontan Namen wie Johann Strauss, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig Van Beethoven und wie sie alle heißen ein, da man über diese mitunter im schulischen Musikunterreicht bereits gelernt und von diesen auch das eine oder andere Werk gehört hat. Doch klassische Musik ist weitaus mehr als nur am Klavier umgesetzte Kompositionen, wie man durch das Buch Klassische Musik – Komponisten, Werke, Interpreten in Erfahrung bringen kann, welches durch die Dorling Kindersley Verlag GmbH am 08. Oktober 2021 erstmalig auch im deutschsprachigen Raum in gebundener Form veröffentlicht wurde. Dieses beinhaltet dreihundertzweiundfünfzig Seiten, auf welchen man sich auf eine Zeitreise über ein gesamtes Jahrtausend begibt, welche man hier in hunderterschritten durchkämmt. Auch wir hatten bereits die Möglichkeit uns ein wenig in die Materie dieses Buchs einzulesen, da wir vor einigen Tagen hiervon ein Ansichtsexemplar erhalten haben, sodass wir euch hier vorab einige Infos rund um dieses zusammengefasst haben. Vorweggesagt, sollte man hier tatsächlich doch sehr Klassikbegeistert sein oder etwa die Infos für ein Referat benötigen um hieran gefallen zu finden, denn dieses gibt sich sehr Sachlich und informativ und gleicht in seiner Anordnung und seinen texten fast schon einem Schulbuch. Zu lesen bekommt man hier sehr viel Theoriewissen, wobei man hier durchaus als Begleitung eine entsprechende CD mit Beispielmusik dazu packen hätte können um all dies etwas lebendiger auf sich wirken zu lassen. Stattdessen muss man sich da aber manuell weiterhelfen und die Regale eines entsprechenden Fachmarkts nach klassischen Werken durchstöbern, sofern man vorhat hier etwas weiter in die Materie der Klassik vorzudringen. Nach einem kurzen Vorwort erhält man hier zunächst eine kleine Einführung in die klassische Musik an sich und lernt zunächst ein paar grundlegende Dinge wie in etwa die Elemente der klassischen Musik, die Instrumente sowie deren Aufführung kennen, ehe man sich auf große Zeitreise begibt wo man in die einzelnen Jahrhunderte eintauchen kann und mitunter die unteren Schichten der Klassik näher kennenlernt. Hierzu zählen Alte Musik, Barock, Klassik an sich, Romantik, Oper oder auch die moderne Klassik. In diesen werden einem zahlreiche Komponisten, deren Leben und selbstverständlich auch deren bekanntesten Werke vorgestellt, sodass man hierdurch sein Wissen über diesen Genre-Bereich doch wesentlich steigern kann und einige Empfehlungen zu weltbekannten Nummern vermittelt bekommt. Selbstverständlich werden hierin einige Fragen ergründet, sodass man mitunter die Aufgabe eines Dirigenten herausfinden kann oder die Besonderheiten von Mozarts Musik erläutert bekommt. Von den gregorianischen Gesängen bis zu den minimalistischen Kompositionen des 20. Jahrhunderts ist hierin so ziemlich alles vertreten was das Herz begehrt, denn ein solch umfangreiches Nachschlagewerk wie dieses hat es im Klassik-Bereich bislang noch nicht gegeben, zumindest nicht in gesammelter Form innerhalb eines Buchs. Zahlreiche illustrierte und fotografische Abbildungen und informative Porträts beleuchten die Bedeutung einzelner Musikstücke und stellen die wohl bedeutendsten Komponisten der menschlichen Geschichte, zumindest seitdem sie festgehalten wurden, vor. Opern, Orgelwerke, Sinfonien, Filmkompositionen und vieles mehr werden hierin erwähnt und einem sowohl optisch als auch theoretisch vor Augen geführt. Alles in allem erhält man hier ein sehr liebevolles und äußerst detailreich zusammengestelltes Buch in welchem alle Facetten dieses Genre-Bereichs mitsamt seiner Schöpfer gut beleichtet werden, sodass man hier einen sehr umfangreichen Einblick erhält und anhand sehr übersichtlich gestaltetet Seiten und Kapitel auch den Überblick behält. Die Qualität lässt hier keineswegs zu wünschen übrig, denn sowohl die Seiten als auch die Grafiken sind hier sehr hochwertig, was man bereits am Einband, welcher hier wie optisch ganz nach dem Vorbild eines Pianos gestaltet wurde, gut erkennen kann. So vergeben wir unsererseits für dieses Buch insgesamt acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte, sodass wir dieses allen Klassik-Liebhabern sehr gerne weiterempfehlen.

Dienstag, 12. Oktober 2021

Kurt Satzer - Verlassene Orte In Niederösterreich

Seit über dreißig Jahren setzt sich Kurt Satzer mittlerweile mit der darstellenden Fotografie auseinander. Anfänglich widmete er sich noch der analogen, seit mehr als zehn Jahren jedoch auch der digitalen Fotografie und reist dafür quer durch die wundervollsten Gegenden die unsere Natur so zu bieten hat. Vorwiegend im Inland findet der Niederösterreicher immer wieder äußerst interessante Objekte und Motive für seine Leidenschaft, die er seit einigen Jahren auch mit der Öffentlichkeit teilt, denn mittlerweile hat dieser vier unterschiedliche Bildbände gestaltet. Einer davon trägt den Titel „Verlassene Orte In Niederösterreich“ und ist vor zwei Jahren zum ersten Mal über die Sutton Verlag GmbH in gebundener Form im Handel erschienen. Dieses Buch verfügt über einhundertachtundsechzig Seiten die sich mit unscheinbaren und vor allem für die meisten auch versteckten Orten des Bundeslands in Form von rund einhundertdreißig Bildaufnahmen auseinandersetzen. Durch seine Jahrelange Erfahrung hat legt er sowohl das richtige Gespür für solche Orte an den Tag und verfügt zudem auch über das nötige Feingefühl, das es braucht um derartige historische Gegenden gekonnt in Szene zu setzen. In diesem Buch widmet er sich voll und ganz den einst glänzenden Orten seines Heimatbundeslandes, welches sich Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte später die Natur nach und nach zurückerobert und damit sehr eindrucksvolle Bilder liefert, die nur Kenner auch in der Realität zu Gesicht bekommen. Satzer erkundete diese Stätten um sie vor seine Linse zu bringen und so für die die Nachwelt zumindest in Form von Bildern zu erhalten. Zu sehen bekommt man hier unter anderem eine stillgelegte Klinik, ein geschlossenes Eisenwerk, Villen, Ruinen oder auch vergessene Autohallen. Zu sehen bekommt man auch hierin Aufnahmen aus dem privaten als auch ehemals gewerblichen Raum. Neben seinen Ablichtungen bringt das Buch zudem auch einige Texte mit, in welchen es ein wenig über die Aufnahmen zu erfahren gilt, sofern man hierfür Interesse aufbringen kann. Hier wird jedoch möglichst wenig Information im Allgemeinen preisgegeben um möglichst wenig Pilger anzulocken, damit diese Orte zumindest auch noch ein paar weitere Jahrzehnte bestand haben. Die Orte und Objekte die hier gezeigt werden wurden sehr gut gewählt und auch eingefangen, wobei die Aufnahmen sehr schöne Farben mit sich bringen und auch gekonnt aufgewertet wurden. Da wir bisher auch zwei Weitere Bildbände des Verlags ähnlicher Fotografien in Österreich zu sehen bekamen, waren wir von diesem ganz besonders angetan, denn in seiner grafischen Umsetzung und auch anhand der hierin befindlichen Aufnahmen gefällt uns dieses bisher am besten, wobei jedoch zu hoffen bleibt, dass sich Kurt Satzer zu einigen weiteren Büchern ähnlicher Form hinreißen lässt. Was man hier zu sehen bekommt sind gelungene Bilder, die auf sehr hochwertiger Ebene eingefangen und entsprechend auch abgedruckt wurden und einen die Vergänglichkeit mit der Zeit deutlich macht. Uns hat das Buch Verlassene Orte In Niederösterreich, Die Faszination Des Verfalls In Brillanten Fotografien von Kurt Satzer sehr gut gefallen, sodass wir dieses vor allem jenen die sich mit derartigen Lost-Places-Fotografien auseinandersetzen und sich für solche Orte auch begeistern können ganz ohne Zweifel sehr gerne weiterempfehlen und hierfür in unserer Gesamtwertung letztendlich acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte geben möchten.