Der Erfolg der Dragonball-Reihe nahm bereits inmitten der 1980er Jahre ihren Lauf. Seinerzeit erschienen die ersten Mangas der Anfangsgeschichte „Dragonball“ in einem wöchentlichen Magazin. Nach einiger Zeit brachte man schließlich auch schon die ersten Manga-Bücher auf den Markt, welche den Gedanken von Akira Toriyama entsprungen sind. Was sich hier entwickelte war eine umfangreiche Geschichte eines kleinen Jungen, der bis ins reifere Alter begleitet wird und dabei so einige Abenteuer erlebt. Dieser junge ist ein ganz besonderer, denn er ist anders als die anderen in seinem Alter und seiner Größe. Sein Name ist Son Goku, welcher ursprünglich von einem anderen Planeten kommt und bei seinem Ziehgroßvater Son Gohan aufwächst. Mit diesem lebt er in der Wildnis abseits jeglicher Zivilisation und erlernt dort erste Kampfkünste um in seiner Umgebung klarzukommen und sich vor etwaigen Gefahren auf der Welt schützen zu können. Nach dessen Tod trifft Son Goku auf ein Mädchen namens Bulma, welche die Tochter eines Wissenschaftlers ist und auf der Suche nach den sogenannten Dragonballs durch die Gegend streift. Die Legende besagt, wenn man sieben davon zusammen hat, wird einem durch den mächtigen Drachen Shen-Long ein Wunsch erfüllt. Fasziniert von dieser Theorie und dem Wunsch seinen Großvater dadurch möglicherweise wiederzusehen entschließt sich Son Goku Bulma bei ihrer Suche anzuschließen und mit ihr die Welt zu erkunden. Doch die beiden sind längst nicht die einzigen die es auf die Zauberhaften Kugeln abgesehen haben und so müssen sie sich mit allerhand finsterer Gesellen herumschlagen. Ebenso treffen die beiden auf ihrem Weg den Herrn der Schildkröten, welcher sich in der Aufgabe sieht Son Gokus Kampfkünste noch weiter auszubauen, damit dieser auch gegen mächtige Gestalten bestehen kann. Dies ist in etwa die Anfangsgeschichte einer mehrteiligen Erfolgs-Reihe, die weltweit zu begeistern weiß und sowohl in Buch-Form als auch im Fernseher als Serie erschienen ist. Die ersten drei Manga-Bücher wurden nun im Buch „Dragonball Massiv 1“ durch die Carlsen Verlag GmbH zusammengefasst, sodass sich einem hierbei ein umfassendes Taschenbuch bietet, welches über fünfhundertachtundzwanzig Seiten verfügt und in etwa jenen Verlauf wiedergibt, den wir euch zuvor bereits geschildert haben. Das besondere an den japanischen Mangas im Vergleich zu herkömmlichen Comics ist, dass diese von hinten nach vorne und von rechts nach links gelesen werden. Die Seiten dieses Sammelbands sind wie auch die Originalbücher selbst in schwarzweiß gehalten, wobei man unter anderem auch versucht hat die Seiten eins zu eins zu übernehmen. Manchmal jedoch scheint es mit der Schärfe nicht ganz funktioniert zu haben, sodass manche Seiten leicht unscharf wirken, was jedoch dem Lese-Vergnügen keinerlei großartige Einbußen beschert. Wer die Serie kennt, der wird es mit Sicherheit lieben die Geschichte auch in einem Manga nachlesen zu können. Wer allerdings mit Dragonball bisher noch gar nichts zu tun hatte, dem sei gesagt, dass es sich hierbei auf jeden Fall lohnt einmal einen Blick darauf zu werfen, denn die Geschichte als auch die Charaktere die sich einem hierbei bieten absolut Sehens- und lesenswert. Das eine oder andere Buch der ursprünglichen Buch-Reihe ist auch uns nicht entgangen und wir können sagen, dass dieser Massiv-Band keinerlei größere Einbußen hinnehmen musste und sich sowohl äußerlich als auch in seinem Inhalt sehr nah an den Originalen ist. Alles in allem können wir euch den Massiv-Band, welcher im Grunde genommen die ersten drei Bücher der ursprünglichen Reihe zusammenfasst, auf jeden Fall empfehlen und vergeben hierfür in unserer Gesamtwertung sehr gerne insgesamt achteinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte.
Donnerstag, 27. Oktober 2022
Julian Auringer - Schwarz wie Ebenholz - Grausige Märchen und Sagen
Dr. Julian Auringer ist beruflich Lektor an der Leibniz Universität Hannover und setzt sich auch privat gerne mit historischer Literatur auseinander, sodass er sich mitunter auch seit einigen Jahren mit Märchen auseinandersetzt. Wer in seiner Kindheit bereits mit einem Märchen zu tun hatte weiß, dass diese meist auch verschiedene Arten von Verbrechen beinhalten oder in ihrer Handlung zumindest leicht schaurig sind. Genau solche Märchen haben den Auringer besonders fasziniert, sodass sich dieser etwas näher mit dieser Materie auseinandergesetzt hat und mittlerweile zwei Bücher darüber verfasst hat. Das zuletzt veröffentlichte Werk trägt den Titel „Rot Wie Blut: Grausige Märchen und Sagen“ welches vor rund zwei Jahren seinen Weg an die Öffentlichkeit fand. Aufgrund der Nachfrage und des Erfolgs hat Julian Auringer sich weiter damit befasst und so mit 05. Oktober 2022 seine Nachfolgeveröffentlichung „Schwarz Wie Ebenholz: Grausige Märchen und Sagen“ vorgestellt, welches unter dem Anaconda-Verlag sowohl in gebundener Form als auch digital seinen Weg in den Handel gefunden hat. So haben auch wir kürzlich ein Exemplar hiervon erhalten, in welches wir selbstverständlich sehr gerne vorab für euch hineingesehen und uns auch ein wenig eingelesen haben, um euch hierüber in gewohnter Art und Weise erzählen zu können. Wie der Name es bereits vorab vermuten lässt, findet man darin die wohl grausamsten Märchen aus dem gesamten europäischen Raum vor, welche Julian Auringer unter sorgfältiger Recherche mühevoll zusammengetragen und nun in seinem neuesten Werk festgehalten hat. Darin findet man verschiedenste Erzählungen über Hexen, Teufel und andere mythische Gestalten vor, welche einem vor Schauer Gänsehaut bereiten. Dunkle Gestalten sind hier im Mittelpunkt dieser Geschichten, die nicht selten auch ihre Opfer fordern und daher vorrangig nur von Erwachsenen gelesen werden sollten. Begleitet wird dieses Buch von schaurigen Illustrationen, welche im laufe des neunzehnten Jahrhunderts entstanden waren und sich vom Stil her sehr gut zwischen den Schauer-Märchen entsprechend eingliedern. Die Handlungen lehren einem gewissermaßen das Fürchten und haben zum anderen jedoch auch einen sehr unterhaltsamen Aspekt. Die Art und Weise wie die Geschichten geschrieben sind, wirkt im Vergleich zu heutigen Erzählungen doch sehr altmodisch, sodass man sich hierbei sicher sein kann, dass Auringer hier die Märchen weitgehendst in ihrem Original belassen und diese teilweise aus anderen Sprachkulturen auch übersetzt hat. Bereits im ersten Band seiner Schauermärchen bekam man derartige Geschichten geboten, wobei wir jedoch sagen müssen, dass uns dieses Nachfolgende Werk sogar noch um einiges mehr gefallen hat. An sich bietet sich einem hierbei ein zeitloses Buch, denn die Geschichten wird man mit Sicherheit auch in einigen hundert Jahren ebenso lesen wie heute. Der Einband wurde sehr schön gestaltet und macht das Buch für so manchen Leser erst richtig interessant, da dieser etwas Geheimnisvolles an sich hat. Alles in allem hat uns das Buch selbst gut gefallen, sodass wir euch dieses sowohl in seiner Verarbeitung als auch aufgrund dessen Inhalts nur sehr empfehlen können. Wir hoffen darauf, dass Julian Auringer weiterhin gefallen daran hat derartige Werke zu sammeln, sodass hoffentlich in den nächsten Jahren ein weiteres Buch dieser Art erscheinen wird. Unsererseits gibt es in unserer Gesamtwertung hierfür sieben unserer möglichen zehn Bewertungspunkte.
Donnerstag, 13. Oktober 2022
Tim Pröse – Hallervorden - Ein Komiker macht Ernst
Dieter Hallervorden ist eine lebende Legende, welcher sich im gesamten deutschsprachigen Raum sowohl im Schauspiel als auch im Comedy-Bereich mehr als bewiesen hat und damit auch ein Millionenpublikum vor Lachen die Tränen in die Augen trieb. Tränen vor Rührung hingegen gab es vor allem in seinen bislang letzten Kino-Erfolgen wie etwa „Sein Letztes Rennen“ oder auch „Honig Im Kopf“ worin Tragik dennoch einen Hauch von Humor beinhaltete. Trotz seines mittlerweile doch sehr hohen Lebensalters hat Hallervorden nie die Freude an seinem Leben verloren und scheint dieses in vollen Zügen auszukosten. Auch heute noch steht der Entertainer immer noch gerne auf der Bühne, vor der Kamera oder in seinem Theater und liebt es sein Publikum zu unterhalten. Vor etwa fünf Jahren hat der deutsche Autor Tim Pröse es sich zur Aufgabe gemacht, sich mit dem Menschen Dieter Hallervorden etwas genauer auseinanderzusetzen und einige ihm wichtig erscheinende Anekdoten aufgeschrieben und diese letztendlich in einem Buch zusammengetragen. Das Buch entwickelte sich zu einem wahren Bestseller und so ist es nun umso erfreulicher, dass dieses seitens des Heyne Verlags nun mit neuem Cover und aktuellerem Inhalt am 13. Oktober 2022 in Form eines Taschenbuchs, sowie aber auch digital neu aufgelegt wird, sodass man sowohl als leidenschaftlicher Biographie-Leser als auch als „Didi“-Fan hierbei voll und ganz auf seine kosten kommt. Auch wir haben eine Ausgabe der besagten Neuauflage des Buchs erhalten und uns sehr gerne auch hierbei wieder die Zeit genommen, vorab für euch hineinzulesen, sodass wir euch die wichtigsten Eckdaten hierüber sehr gerne zusammengetragen haben. Autor Tim Pröse hat den deutschen Entertainer über ein Jahr lang begleitet und ihn laufend über sein Leben, seine Karriere und die Vereinbarkeit mit seinem Privatleben mit ihm unterhalten. Die wichtigsten daraus resultierenden Informationen hat er aufgeschrieben und letztendlich in einem Buch verfasst, sodass er damit Dieter Hallervorden von einer ganz anderen Seite beleuchtet und zugleich auch die wichtigsten Punkte in seinem persönlichen Werdegang für die Ewigkeit festgehalten hat. Obwohl sich Hallervorden vor der Kamera meist offen und humorvoll gibt, gilt er privat eher als recht scheu, sodass man in diesem Buch mit Sicherheit auch eine Seite von diesem kennenlernt, die nur sehr wenige von ihm kennen. Diese Niederschrift bezeichnet Hallervorden mitunter auch als eine Art reise zu sich selbst, denn durch die Gespräche hat er an sich Seiten kennengelernt, welche ihm sein bisheriges Leben gar nicht so bewusst waren. Ebenso kamen hierin einige Erinnerungen an früher auf, an welche so mancher Fan als auch Dieter Hallervorden selbst sehr gerne zurückdenken. Neben Hallervorden selbst kam auch sein näheres Umfeld in diesem Buch zu Wort und gaben dadurch private Einblicke wie noch nie zuvor in das Leben der deutschen Größe, die man leider nur noch selten im deutschen Fernsehen zu sehen bekommt. Auf zweihundertachtundachtzig Seiten erhält man hier eine sehr gut gelungene biographische Erzählung aus Hallervordens beruflicher Laufbahn als auch dessen privaten Erlebnisse. Aus beiden Bereichen hat man sehr behutsam einiges an Erinnerungen zusammengetragen, sodass man als Fan mit diesem Buch über Dieter Hallervorden auf jeden Fall auf seine Kosten kommt. Hierin kommt ein sehr humorvoller, tiefgründiger und mitunter auch selbstkritischer Mensch sowie dessen umfangreichen Interessen zum Vorschein, den man aufgrund der Erzählungen durchaus auch privat begegnen möchte. Hallervorden ging all seine Projekte stehts behutsam, mit Bedacht und vor allem auch selbstkritisch an, was letztendlich sein gesamtes Leben geprägt und ihm mitunter gewiss auch zu seinem unvergleichbaren Karrieresprung verholfen hatte. Auch wenn die Auftritte des Kult-Komikers und Schauspielers bereits sehr rar sind – man freut sich immer noch sehr darüber ihn in dem einen oder anderen Fernseh- oder Filmformat zu Gesicht zu bekommen, was hoffentlich noch einige Jahre der Fall sein wird ehe er beschließt sich endgültig zur Ruhe zu setzen. Tim Pröse hat sich sehr intensiv mit dem Menschen sowie auch der Kunstfigur Dieter Hallervorden auseinandergesetzt, sodass sein Buch insgesamt sehr gelungen ist und die wohl besten Einblicke rund um dessen Lebenslauf mit sich bringt. Der Schreibstil hat uns sehr gut gefallen und auch inhaltlich hat uns dieses voll und ganz von sich überzeugt. Völlig zu Recht ist die gebundene Ausgabe dieses Buchs nahezu überall vergriffen. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm, denn auch die Taschenbuchausgabe ist es auf jeden Fall wert gekauft zu werden. In unserer Gesamtwertung erntet dieses Buch sehr gerne achteinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte, sodass wir euch dieses gerne weiterempfehlen.
Max Bentow - Das Bernsteinkind
Max Bentow ist ein deutscher Schauspieler, welcher sich vor rund elf Jahren zusätzlich auch der Schriftstellerei gewidmet hatte und als Debüt das Buch „Der Federmann“ veröffentlichte, in welchem Ermittler Nils Trojan zum ersten Mal in einer Niederschrift zum Einsatz ausrücken musste. Nahezu jährlich wurde dieser mit einem neuen Fall vertraut gemacht und im heurigen September erschien bereits der zehnte Psychothriller, welcher diese Buchreihe auch weiterhin fortsetzt. Wie man also unschwer übersehen kann hat die Figur von Nils Trojan den mittlerweile sehr erfolgreichen Bestsellerautoren nie ganz losgelassen – im Gegenteil – er ließ sich immer weiter in unterschiedliche Kriminalfälle in seiner Fantasie hineinziehen, sodass man meinen möchte, dass die Geschichte rund um den Kommissar noch lange nicht auserzählt ist. So geht es auch im neuen Buch „Das Bernsteinkind“ welches durch den Goldmann Verlag sowohl digital als auch physisch erschienen ist, wieder entsprechend zur Sache, was man sich als Thriller-Fan keineswegs entgehen lassen sollte, denn auch dieser verspricht bereits im Vorfeld sehr spannend zu sein, sodass auch wir uns diesen nicht entgehen lassen wollten. Vor wenigen Tagen ist eine Ausgabe des Taschenbuchs bei uns eingelangt, sodass wir uns diesem gerne wieder vorab für euch angenommen haben und euch nun kurz schildern möchten was dieses in etwa inhaltlich zum Vorschein bringt. Binnen weniger Tage geschehen in der auf den ersten Blick unscheinbaren Region gleich drei neue Mordfälle, wobei man von einem Serienmörder ausgehen muss, da alle Opfer mit einheitlichem Erkennungsmal geprägt wurden. Die Augen der Toten scheinen golden wie Bernstein zu erleuchten. Kommissar Nils Trojan steht vor einem großen unlösbaren Rätsel, denn Spuren die den Täter überführen könnten gibt es bislang keine. Doch unerwartet scheint er dann doch etwas voranzukommen, denn so stößt er auf einen Thriller, in welchem eine junge Frau von einem Verließ heraus um ihr Leben schreibt. Jedes der drei Mordopfer dürfte mit genau diesem Thriller vor dem offensichtlichen Gewaltverbrechen in Berührung gekommen sein. Dann wird eine weitere Frau als vermisst gemeldet, sodass der Ermittler weiß, dass ihm nur wenig Zeit bleibt das Leben dieser zu retten, denn ausgerechnet die Uhr ist in diesem Fall sein schlimmster Feind. Das besagte Buch nennt sich „Nachtland“, welches einen realen Ort beschreibt, an welchem sich ein uraltes Versprechen besonders grausam erfüllen soll und unmittelbar mit den Ableben der aufgefundenen Personen zu tun hat. Es scheint wohl einer der schwierigsten Fälle zu sein, welche Kommissar Trojan dieser Tage zu meistern hat. Die Spannung in diesem Buch ist groß, sodass man geradezu danach durstet die vierhundertachtzig Seiten möglichst in wenigen Stücken zu verschlingen um den Ausgang der Geschichte zu erfahren. Der Schreibstil von Max Bentow ist sehr gelungen und überzeugt auf allen Ebenen. Die Kapitel haben genau die richtigen längen, sodass Langeweile hier definitiv fehl am Platz ist. Die Verarbeitung der einzelnen Seiten sowie auch die Covergestaltung sind unserer Ansicht nach gut gelungen, vor allem weil das Cover etwas Mystisches beinhaltet und auf jeden Fall neugierig macht. Zwar ist es unser erster Thriller mit Nils Trojan in der Hauptfigur, jedoch hat uns dieser dermaßen von sich überzeugt, sodass wir uns in den nächsten Wochen und Monaten mit Sicherheit auch über die bisher veröffentlichten neun Geschichten stürzen werden. Unsererseits hat sich dieses Buch achteinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte redlich verdient, sodass wir euch dieses Buch am Ende sehr gerne weiterempfehlen.
Lukas Resetarits - Krowod: Erinnerungen an meine Jugend
Erich Lukas Resetarits ist zweifelsohne einer der wohl prägendsten Persönlichkeiten des österreichischen Kabaretts, welcher vorwiegend mit unter seinem zweiten Vornamen bekannt ist und auch im Alter von vierundsiebzig Jahren immer noch keine Anzeichen macht, dass er sich in seinem Künstlerdasein zur Ruhe setzen möchte. Neben seinen mittlerweile neunundzwanzig Solo-Programmen auf der Bühne zählten mitunter auch einige Rollen in Film und Fernsehen. Rollen welche so manchem mit Sicherheit besonders in Erinnerung geblieben sind, sind jene des „Burschi“ Leitner in Kaisermühlen Blues oder aber auch als Adolf Kottan in der österreichischen Krimi-Serie Kottan Ermittelt. Natürlich liegen die beiden Rollen bereits einige Jahre, um nicht zu sagen Jahrzehnte zurück – doch darauf blickt man immer wieder gerne zurück. Rückblick ist in dem Fall auch bereits das Stichwort, denn Lukas Resetarits hat sich mit Autor Fritz Schindlecker zusammengetan und einen biographischen Rückblick insbesondere auf seine Jugendzeit verfasst, welcher dieser Tage in Form eines gebundenen Buchs sowie auch in digitaler Fassung durch den Carl Ueberreuter Verlag in den Handel gebracht wurde. Dies umfasst insgesamt zweihundert Seiten, in welche wir uns sehr gerne vorab für euch eingelesen haben, um euch auch hier wieder einen ersten Einblick in dieses Buch möglich zu machen. Erich Lukas Resetarits kam im Herbst 1947 in Stinatz zur Welt. Nur vier Jahre darauf zog es ihn mitsamt seiner Familie in den zehnten Wiener Gemeindebezirk, wo er rasch die deutsche als auch lateinische Sprache erlernte. In Wien studierte er Psychologie und war nebenher am Bau tätig, um sich seinen Lebensunterhalt als auch sein Studium finanzieren zu können. Mit der Beat-Band „Jerry and the G-Men“ wagte er erste musikalische Experimente, wobei er das Musizieren dann doch vielmehr seinem Bruder Willi überließ, der sich seinen Namen insbesondere als „Ostbahn Kurti“ machte. Lukas hingegen konzentrierte sich zunächst lieber aufs „Gammeln“ was ihm letztendlich Ärger mit der Münchner Polizei brachte, als er Bekanntschaft mit dem Drogenpalast aus Venedig machte. Daraus zog Resetarits jedoch seine Lehre, sodass er sich nicht viel später am Flughafen Wien tätig wurde und kurzerhand eine Familie gründete. Mit etwa dreißig Jahren nahm dann seine Karriere ihren Lauf als er mit einigen Kollegen eine Kabarettgruppe gründete, welcher unter anderem auch Erwin Steinhauer angehörte, und damit seine ersten Erfolge auf der Bühne feierte. Dadurch wurde man auch in der Filmproduktion auf den jungen Lukas Resetarits, wie er sich fortan nannte, aufmerksam, was ihm seine ersten Film- und Fernsehprojekte einbrachte. 1977 folge schließlich sein erstes Solo-Programm „Rechts Mitte Links“ mit welchem er in ausverkauften Stätten spielte und ihm klar wurde, dass dies erst der Anfang seiner humoristischen Tätigkeit war, denn fortan entwickelte er eine Leidenschaft dafür seine Zuseher mit ganz eigenwilligem und oft auch schwarzem Humor und Sarkasmus zu unterhalten. Fünfundvierzig Jahre später steht der rüstige „Krowod“ immer noch auf der Bühne und erfreut sich nach wie vor am Beifall seines Publikums. Ans Aufhören denkt er noch lange nicht, auch wenn das eine oder andere seiner letzten Bühnenstücke bereits anderes vermuten ließ. In diesem Buch wird insbesondere das Privatleben von Erich Lukas Resetarits beleuchtet, wobei Resetarits selbst die für ihn Bedeutsamen Momente seines Lebens erzählt hat, welche durch Fritz Schindlecker auf literarische Art und Weise letztendlich zu diesem Buch zusammengefügt wurden. Im Teamwork ist so ein sehr gelungenes und absolut lesenswertes Buch entstanden, welch es insbesondere langjährige Wegbegleiter mit Sicherheit lieben werden. „Es gab viel zu hören und aufzuschreiben. Manches war tief berührend, vieles war spannend und das meiste regte zum Lachen an. Man kennt ja den Lukas: Er macht sich über alles lustig. Am liebsten über sich selbst“ so Fritz Schindlecker. Man erfährt hier unterhaltsame Anekdoten und Geschichten, welche man sehr zügig durchliest und das Buch letztendlich auch im Nu verschlingt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die hochdeutsche Schreibweise, wenn man mit dem Dialekt, den Resetarits von sich gibt vertraut ist. Nichtsdestotrotz empfehlen wir euch diese biographische Literatur sehr gerne weiter und vergeben für das Buch „Krowod“ von Lukas Resetarits und Fritz Schindlecker sehr gerne insgesamt acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte.
Gewinnspiel: Wir verlosen 2x1 Exemplar des Buchs „Krowod“
wenn ihr uns folgende Gewinnfrage richtig beantworten könnt: „Wo wurde Lukas
Resetarits geboren?“. Schickt uns eure Zuschriften gemeinsam mit eurem
Namen und eurer Anschrift an socmag@gmx.at
und mit ein wenig Glück gehört eines der beiden Bücher schon bald euch.
Teilnahmeschluss ist am 20. Oktober 2022. Eure Daten werden vertraulich
behandelt, dienen lediglich der Gewinnermittlung und werden keineswegs an Dritte
ausgehändigt. Eine Barablöse ist ausgeschlossen.





