Samstag, 16. Oktober 2021

Steven Jay Schneider - 1001 Filme (Die Sie Sehen Sollten, Bevor Das Leben Vorbei Ist)

Filmkritiken sind seit mehreren Jahrzehnten gefragtes Gedankengut diverser Journalisten weltweit, welche es sich zur Aufgabe gemacht haben sich etwas genauer mit der Materie in den unterschiedlichsten Genre-Bereichen auseinanderzusetzen und dabei sowohl auf den Inhalt als auch auf die technischen Hintergründe und Produktionsabläufe besonderes Augenmerk zu legen. 1001 Filme – Die Sie Sehen Sollten Bevor Das Leben Vorbei Ist ist eine zusammengetragene Sammlung von Stefen Jay Schneider, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Filmkritiken von gleich siebenundsiebzig angesehenen Filmkritikern dieser Welt zusammenzutragen und sie zu einem Buch zusammenzusetzen, welches die wohl bedeutsamsten Streifen der Filmgeschichte aus den unterschiedlichsten Rubriken beinhaltet. Die mittlerweile vierzehnte aktualisierte Neuauflage hiervon ist am 01. Oktober 2021 über den Verlag Edition Olms in Form eines Taschenbuch-Giganten erschienen, welches neunhundertsechzig Seiten zu bieten hat, die unter anderem durch Maja Ueberle-Pfaff ins deutschsprachige übersetzt wurden und kaum etwas auslassen, was ein wahrer Film-Fanatiker wissen muss. Auch wir haben vor wenigen Tagen ein Exemplar dieses informativen Brockens erhalten uns auch hier die Mühe gemacht uns durch die einzelnen Seiten dieses Buchs zu blättern um euch vorab einige Informationen über dieses überbringen zu können. Von 1902 bis hin ins Jahr 2021 sind hier nahezu alle bedeutsamen Filme vertreten, sodass man hierin auf fast einhundertzwanzig Jahren Filmgeschichte zurückblicken kann. Hier erhält man sowohl wissenswerte Informationen rund um den Inhalt der Filme als auch ein paar Randdetails wie in etwa das Produktionsjahr, das Produktionsland, das Produktions-Team sowie die mitwirkenden Darsteller. Unter den Filmen befinden sich in der Tat Perlen aus der ganzen Welt, zu welchen mitunter auch „12 Years a Slave”, „Alarm im Weltall“, „Aliens – Die Rückkehr“, „Apokalypse Now“, Avatar“, „Batman“, Ben Hur“, „Beverly Hills Cop – Ich löse den Fall auf jeden Fall“, „Black Panther“, „Bonnie und Clyde“, „Die Büchse der Pandora“, „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „The Dark Knight“, „Dracula“, „Das Dschungelbuch“, „Dumbo der fliegende Elefant“, „E.T. – Der Außerirdische“, „Easy Rider“, „Der Exorzist“, „Forrest Gump“, „Frankenstein“, „Frühstück Bei Tiffany“, „Gravity“, „Grease“, „Halloween – Die Nacht Des Grauens“, „Der Herr Der Ringe“, „Hundstage“, „Jurassic Park“, „King Kong und die weiße Frau“, „Der König Der Löwen“, „La La Land“, „Mary Poppins“, „Monty Python – Das Leben Des Brian“, „Die Nackte Kanone“, „Paranormal Activity“, „Pulp Fiction“, „Ring – Das Original“, „Schweinchen Namens Babe“, „The Social Network“, „Terminator“, „Toy Story“,  „Der Verrückte Professor“, „Der Weiße Hai“ und einige hundert weitere zählen. All jene die mit Filmdatenbanken und diversen Medienseiten nicht so vertraut sind oder doch mehr auf die analoge Informationsmöglichkeiten setzen werden in diesem Buch auf jeden Fall fündig und kommen hierbei voll und ganz auf ihre Kosten, denn neben den allgemeinen Informationen rund um den Film erhält man hier meist auch eine kleine Abbildung des originalen Filmplakats sowie einigen vereinzelten Fotoausschnitten zu dem einen oder anderen Film. Um hier einen guten Überblick zu haben wurden die Filme in den unterschiedlichen Jahrzehnten am Seitenrand farblich markiert. Ebenso findet man bereits zu beginn eine Checkliste in alphabethischer Reihenfolge sowie am Ende auch ein Register-Index vor sodass man hier unter anderem auch gezielt nach Filmtitel oder Regisseure suchen kann. Was man mit diesem Klotz vorgelegt bekommt ist eine sehr umfangreiche Enzyklopädie der Filmindustrie, in welcher jedoch längst nicht alle jemals erschienenen Filme aufgelistet sind, denn dies würde weitaus mehr als nur einen Buch-Band dieser Art und Weise benötigen. An sich findet man hierin aber einige bedeutsame aus der Vergangenheit und Gegenwart, die zum Großteil wahrlich als äußerst sehenswert gelten. Dennoch sind uns hier einige Lücken aufgefallen, von Filmen die unserer Meinung nach ebenso einen Platz in diesem Buch verdient hätten. Uns hat die Anordnung sowie die allgemeine Gestaltung dieses Buchs sehr gut gefallen und wir denken, dass vor allem Film-Fans hierbei voll und ganz auf ihre Kosten kommen werden, sofern sie mal schnell etwas über den einen oder anderen Streifen nachschlagen möchten und gerade kein Internet bei der Hand haben. Ansonsten kann man alternativ natürlich durch die Seiten diverser Filmdatenbanken surfen um sich Informationen zu holen jedoch ist eine physische Zusammenstellung immer noch etwas anderes und wesentlich bedeutsamer als die digitale Unendlichkeit. Die Grundidee zu diesem Buch sowie die Zusammenstellung sind unserer Ansicht nach sehr gelungen, wobei dieses aufgrund der ständig nachfolgenden Filme stets erweitert werden sollte, sodass dieses auch an Aktualität keine Einbußen verzeichnen muss. Wird dies weiter fortgesetzt, so bietet sich einem mit diesem Buch ein zeitloses Nachschlagewerk mit viel Allgemeinwissen rund um die Welt der Filmindustrie. So vergeben wir für das 1001 Filme insgesamt siebeneinhalb unserer möglichen zehn Bewertungspunkte und empfehlen dieses allen filmbegeisterten Menschen sehr gerne weiter.

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